Digitales Nomadentum & Faszination Freiheit

0
748

Digitale Nomaden – Was mich an ihnen fasziniert?

Ich bin kein Digitaler Nomade, sondern arbeite jeden Tag „9-to-5“ mehr oder weniger am gleichen Arbeitsplatz. Aber ich höre und lese viel über die digitalen Nomaden und finde diese Bewegung bzw. den damit verbundenen Lifestyle sehr spannend. Die folgenden 8 Aspekte des digitalen Nomadentums finde ich besonders interessant, da diese meiner Meinung nach auch für einen „9-to-5“ Jobber hilfreich sein können.

#1 Schau über den Tellerrand hinaus und bleibe offen für neue Ideen

In der Regel arbeitest du als „9-to-5“ Jobber jeden Tag mit dem gleichen Team zusammen, in der gleichen Arbeitsumgebung und erledigst erfahrungsgemäß mit einer gewissen Routine die gleichen Arbeitsabläufe – was grundsätzlich nicht negativ ist. Die digitalen Nomaden hingegen bereisen viele unterschiedliche Länder, lernen permanent andere Menschen & Kulturen kennen und betreiben ihr Business, in der Regel online, quasi von überall auf der Welt. Das heißt, sie erweitern mit jeder Reise ihren Horizont, stellen sich immer einer neuen Umgebung und finden immer neue Wege. Und genau das kannst du auch – bleibe immer offen für neue Wege und Ideen.

#2 Setze deine Ideen tatsächlich um – auch ohne eine Erfolgsgarantie

Ich kenne das aus eigener Erfahrung…es gibt Ideen und Träume, die du immer wieder vor dir her schiebst, weil du entweder zu wenig Zeit hast oder weil du Angst hast, damit zu scheitern. Mir geht es da wie gesagt nicht anders. Aber seit einiger Zeit arbeite ich jetzt nun an diesem Blog und ich merke mit jedem Tag mehr, wie viel Spass mir das macht. Zuvor hatte ich es nie für möglich gehalten einen eigenen Blog bzw. eine eigene Webseite zu haben. Mir war nicht klar worüber ich eigentlich schreiben will und Erfahrung mit WordPress & Co. hatte ich auch nicht. Und natürlich hatte ich auch Angst, dass womöglich niemand lesen möchte, was ich hier schreibe. Allerdings mit Hilfe von Conni & Sebastian vom Blog-Camp habe ich einfach mal angefangen zu schreiben und es ist ein tolles Gefühl. Digitale Nomaden tun dies ebenfalls, weil sie einfach den Mut haben ihre Ideen umzusetzen. Tu es also auch. Fang einfach an und setze Schritt für Schritt deine eigenen Ideen um.

#3 Reise so oft du kannst und entdecke die Welt

Die Freiheit zu haben, viele Länder zu bereisen, ortsunabhängig von überall arbeiten zu können und gleichzeitig die Welt zu entdecken – ist für mich persönlich, der Punkt worum ich die digitalen Nomaden tatsächlich am meisten beneide. Denn es klingt nach der perfekten „Work-Life-Balance“.

Auch wenn ich aktuell mit meinen max. 30 Urlaubstagen im Jahr nicht permanent um die Welt jetten kann, so nutze ich dennoch jede Gelegenheit um zu reisen. Denn während dieser Auszeiten, sei es nur für ein verlängertes Wochenende oder für 2-3 Wochen, finde ich die Zeit, mich vom Alltag zu lösen. Ich kriege den Kopf wieder frei von Gedanken, die mich vorher belastet haben und ich kann neue Energie tanken. Dies gelingt mir auf Reisen einfach am besten, da ich neue Dinge und Orte entdecken kann. Nimm dir also die Zeit für regelmäßige „Tapetenwechsel“ und schaffe dir damit einen Ausgleich zum Arbeitsalltag. Es wird dich freier, positiver und kreativer machen.

#4 Erlebe die Reisen intensiv und genieße die Zeit bewusst

Ich kenne das Gefühl, im Urlaub so viel wie möglich sehen und erleben zu wollen. Du planst jeden Tag durch, um möglichst alle Sehenswürdigkeiten abklappern zu können. Aber am Ende bist du womöglich enttäuscht, wenn du doch nicht alles gesehen hast und erholt bist du vermutlich auch nicht wirklich. Daher lass dich bei deinen Reisen auf keinen Fall stressen. Reise lieber langsamer, aber dafür bewusst und intensiv. Bleib wo es dir gefällt. Besuche nicht nur die Sehenswürdigkeiten, sondern lerne das Land, die Menschen und die Kultur kennen. Unter anderem aus diesem Grund habe ich den Blog „Más que tapas“ ins Leben gerufen. Denn wenn ich meine Erlebnisse und Reiseerfahrungen hier aufschreibe und mit dir teile, dann kann ich sie quasi noch einmal erleben.

#5 Lerne ständig und sammle überall neue Erfahrungen

Digitale Nomaden betreiben in der Regel ein eigenes Digitales Business. Das heißt, sie können sich als Selbstständige nicht auf ein „gewohntes Monatsgehalt“ verlassen, sondern sie sind permanent auf der Suche nach neuen Business Ideen und Möglichkeiten, wie sie noch effektiver Arbeiten können. Tu es ihnen gleich. Lese viel – egal ob zu Hause oder unterwegs. Besuche Messen, Vorträge und Veranstaltungen. Tausche dich mit anderen aus und lerne von ihren Erfahrungen. Verlasse dich nicht auf Gewohntes – bleibe offen für Neues.

#6 Teste das papierlose Büro

Digitale Nomaden haben ihr Büro immer dabei. Sie organisieren sich in digitaler Form. Das heißt, sie erhalten ihre Post digitalisiert, bündeln ihre Arbeitsunterlagen an einem Ort (Dropbox, Evernote & Co.) und Teamdokumente teilen sie zum Beispiel via Cloud Lösungen. Der große Vorteil ist, sie können im Normalfall von überall darauf zugreifen. Ich versuche es ebenfalls. Auf meinem Schreibtisch versuche ich bis auf ganz wenige Ausnahmen komplett auf Papier zu verzichten. Auch Notizen und Aufgaben dokumentiere ich inzwischen ausschließlich digital. Somit habe ich einen besseren Überblick, finde schneller was ich suche und kann meine Arbeit effektiver gestalten. Probiere es auch aus!

#7 Werde Minimalist und versuche zu verzichten

Digitale Nomaden sind meistens auch Minimalisten. Denn um so weniger Besitz sie haben, desto weniger Dinge gibt es, um die sie sich kümmern müssen. Sie haben zum Beispiel keine dauerhafte Wohnung, denn warum Miete zahlen, wenn sie den Großteil des Jahres woanders verbringen. Sie haben kein Auto, denn warum Versicherung und Steuer dafür zahlen, wenn sie es gar nicht nutzen. Sie besitzen tatsächlich nur das was sie wirklich brauchen, denn alles andere würde sie auf Reisen nur belasten. Das beeindruckt mich sehr. Denn das ist ein Punkt, der mir wirklich schwer fällt. Ich bin kein Messie, aber ich habe mich an die Konsum-Gesellschaft und an die vielen Annehmlichkeiten gewöhnt und als Gewohnheitstier kann ich schwer davon ablassen. Aber ich arbeite daran. Denn auch wenn du aktuell ein Auto und eine Wohnung hast, heißt das nicht, dass du das „Alles“ brauchst. Denke zum Beispiel über Car Sharing nach oder überlege dir bei jeder neuen Anschaffung, ob du sie tatsächlich benötigst.

#8 Benutze weniger Gepäck und reise ohne Ballast

Das klingt jetzt zwar widersprüchlich, aber ich bezeichne mich als Flashpacker, obwohl ich ungern Koffer packe. Als Flashpacker reise ich jedoch vorrangig mit Koffer und nicht wie ein Backpacker nur mit einem Rucksack. Bei meinen Reisen fällt mir jedoch immer wieder auf, dass ich grundsätzlich viel zu viel Kleidung einpacke, aber beim Koffer packen vor der Reise, habe ich permanent das Gefühl, ich vergesse etwas und somit landet lieber etwas mehr als zu wenig in meinem Koffer. Du verstehst mein Dilemma? Um dieses Dilemma zu umgehen, versuche ich zukünftig mit weniger Gepäck zu reisen. Die wichtigsten Vorteile sind: das Packen geht schneller und mit weniger Gepäck bist du leichter unterwegs.

Welche Punkte setzt du schon um und wie sind deine Erfahrungen? Hast du weitere Ideen?

Freu mich sehr auf dein Kommentar.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here

*